Laterne an einem besonderen Ort

Der Ort, an dem sich – in der flachen Umgebung weithin sichtbar – auf einer Anhöhe das denkmalgeschützte Cape Henry Lighthouse befindet, ist besonders. Er lässt es einen spüren: Hier an der heutigen Chesapeake Bay begann, wenn man so will, die Geschichte der Vereinigten Staaten. In Fort Story im First Landing State Park in Virginia Beach erinnert man an die im Frühjahr 1607 hier zum ersten Mal nach einer langen ungewissen Seereise den Boden der neuen Welt betretenden „Jamestown Settler“. Diejenigen Männer und Frauen also, denen einige Meilen nördlich von hier dann in Jamestown die dauerhafte Besiedlung der späteren englischen Kolonie Virginia (benannt nach der jungfräulichen englischen Königin Elisabeth I) gelang. Eigenartig ist, dass man sich beim Besuch dieses Ortes heute eigentlich auf einer Militärbasis befindet.

Und noch etwas fand ich bemerkenswert. Am Cape Henry Lighthouse werden Besucher quasi aktiv in den Denkmalschutz einbezogen. Der Eintrittspreis mit Kauf eines Eimers (Bucket) kommt nicht nur finanziell dem Gebäude zugute, sondern es soll damit auch Sand zum Sockel des Turmes gebracht werden.

  

1792 fertiggestellt war das Cape Henry Lighthouse der erste  als Regierungsprojekt umgesetzte Leuchtturm der damals noch blutjungen Vereinigten Staaten von Amerika. Zudem ist das technische Bauwerk heute noch eines von neun in den USA erhaltenen Leuchttürmen mit oktogonalem Grundriss. Im Laufe der Geschichte hat der Turm einige notwendig Ertüchtigungen bzw. Erneuerungen an der Konstruktion (u.a. innenliegende Ziegelschale an den ursprünglichen Sandsteinturmwänden, Überarbeitungen der Laterne) erfahren und auch seine ursprüngliche Sanddüne am Kalksteinsockel „verloren“. Mit der Bucket Brigade im Dezember 2014 wurde im Rahmen eines öffentlichen Events damit gestartet, die erodierte Sanddüne wiederherzustellen…

Wen’s interessiert: Hier der Link zur Denkmalbegründung und weitere Bilder und Informationen zum Denkmalschutz und zu Programmen am Cape Henry Lighthouse.