Julisonnentrödelei

Die langen amerikanischen Sommerferien dümpeln in Norfolk im Juli bei schwülen 36 Grad vor sich hin. Wir flüchten uns beinahe täglich an den East-Beach-Community-Pool, wo wir uns in eine Liste eintragen müssen, junge Väter mit ihren Kleinen planschen, Marta ihre Meerjungfrauen-Schwimmkünste trainiert und der ansehnlich am Beckenrand thronende Bademeister eine rote Badehose und ein bewundernswertes Durchhaltevermögen besitzt. Das Meer hier in der Bucht ist nicht mehr so richtig erfrischend und der Sand ist heiß unter den Füßen. Ebenso wie die Gehwegplatten im Hof und in der Neighborhood. Der Griff der Beifahrertür in meinem Auto ist angeschmolzen. Inzwischen bin ich allerdings auf die Sommermonate in Virginia halbwegs gut vorbereitet und habe meist eine Strickjacke in der Tasche. Denn in den super-klimatisierten Shoppingcentern und Restaurants kann man im dünnen Sommerkleidchen schnell ins Frösteln kommen. (Den Komfort der Klimaanlagen an sich werden wir in Deutschland allerdings vermissen, haben Christian und ich jedoch festgestellt.) Kool Smiles, Der Name der Kinderzahnarztpraxis, bei der Greta neulich einen Termin hatte, bekommt somit auch eine tiefere Bedeutung, wenn man auf 18 Grad runtergekühlt wird, während man auf die Fertigstellung des Abdrucks für die Zahnspange wartet. „Julisonnentrödelei“ weiterlesen