Sportlerherzen, Mammons Gesichter und wieder barfuß

Mein Leben hat sich in diesen letzten Märztagen eigenartig entschleunigt. Grund dafür war Waldo, der riesige, plüschige und gutmütige Hund unserer Nachbarn, den Clara für einige Tage zur Pflege bekommen hatte („the crazy couple without kids and the big dog“, wie Vicky und Rob von sich selber sagen :-)). Während der Schulzeit (und am Sonntagmorgen :-)) war es natürlich an mir, mit Waldo Gassi zu gehen. Dabei entdeckte ich aber eine Menge verträumter Orte in unserer Nachbarschaft, die ich vorher noch nicht kannte. Ich traf außerdem viele Menschen, die Waldo, aber mitunter mich nicht kannten… Und der orangerote Sonnenaufgang über der Bucht entschädigte für das frühe Aufstehen. Die Tage werden nun endlich wieder länger und wärmer, die Luft schmeckt wieder nach Blumen und Meer und zwischen den Zehen ist immer irgendwie Sand. Bis vor Kurzem hatte sich der Frühling gemeiner weise noch einmal verabschiedet und uns wochenlang lähmendes Grau und frostige Temperaturen geschickt, so dass wir Angst um die Taubenmama und ihr Junges im Hof und die Kirchblüten in der Umgebung bekamen. Inzwischen ist die kleine Taube aber flügge geworden, das Nest an der Satellitenschüssel verweist und unser kleiner Garten mit pastellfarbenen Tulpen und Ostereiern gesprenkelt…
Meine vielen Waldo-Touren halfen auch dabei, wirre Gedanken zu ordnen, Inspiration und Tatendrang zu tanken und Trübsinn und innere Unruhe abzuschütten.  „Sportlerherzen, Mammons Gesichter und wieder barfuß“ weiterlesen

Alte Ärgernisse, neue Lieben und die Töne dazwischen

Dieser gut aussehende Gin-St-Germain-Grenadine-Cocktail mit Rosmarin heißt Poison Ivy.  Der „giftige Efeu“ mit seinem nicht weniger gut aussehenden Schöpfer, dem Barkeeper Chris, und The Point, die wunderbare Bistro-Bar in Hamptons Historic District Phoebus, waren unsere Neuentdeckungen des Wochenendes! Zugegeben, mit um die 80 Dollar für Zwei war es nicht gerade ein preisgünstiges Sinneserlebnis. Aber man freut sich immer wieder, wenn man hier in Amerika in einem Restaurant isst, in dem es Gartenkräuter und Biofleisch, lokales Bier und vor allem kein Plastikgeschirr (!) gibt. Das hat seinen Preis… Natürlich schätze ich, für ein „Eat Out“ auch mal den Besuch im einfachen, lokalen Frühstücksgrill, wo die Pfannkuchen groß wie Diskus-Scheiben sind, Kaffee aufgefüllt wird, bis man Herzrasen hat und die Haare beim Rauskommen nach Bacon riechen.  „Alte Ärgernisse, neue Lieben und die Töne dazwischen“ weiterlesen