Nach dem Schneesturm

Letztes Wochenende intervenierte der sonst eher milde Winter in Virginia kurz mit einem Blizzard. Der Schneesturm war ein willkommener Anlass, um mit unseren Nachbarn die letzten Weihnachts-Glühweinvorräte aufzubrauchen! Sie borgten uns dafür einen Schneeschieber (unserer war ja in Deutschland geblieben). Marta und Greta funktionierten vergnügt das Skateboard als Schlitten (der war ja auch in Deutschland geblieben) und die Treppe am Carriage House (dem Gästezimmer über der Garage) als Rutschbahn um (einen Rodelberg gibt’s hier ja auch nicht). „Nach dem Schneesturm“ weiterlesen

Big Easy

Im Mob Museum in Las Vegas hat sich einmal mehr gezeigt, wie sehr die USA im Grunde immer schon ein Produkt seiner Einwanderer waren, der Menschen, die nach Amerika kamen und hier – in vielerlei Hinsicht – „fruchtbaren“ Boden für ihre Ideen, Religion, Lebensweisen oder einfach Gewohnheiten fanden. Im Fall der Mafia (amerikanisch: „Mob“) brachten böse Jungs aus Europa Böses auch in die Neue Welt. Am Mississippi waren die  Europäer für die native Bevölkerung – wie überall auf dem amerikanischen Kontinent – und die Sklaven, die sie mitbrachten, ein Fluch. Gleichzeitig aber führten die französisch-spanischen Kolonialwurzeln, die hier im Staat Louisiana u. a. noch mit Einflüssen aus der Karibik, Afrika und Vietnam vermischt werden, zu einer ganz besonderen, wunderschönen und lebendig-quirligen Südstaatenstadt: New Orleans!

Liebe gute Fee: Wenn ich einen Wunsch frei habe, dann lass mich bitte in NOLA (New Orleans) leben! Naja, wenigstens im Frühjahr, wenn alles noch mehr grünt und üppig blüht, es noch ein bisschen wärmer ist und vielleicht nicht regnet, einmal wiederkommen! „Big Easy“ weiterlesen

Vision of a Fruitful Land

Inschrift am Hoover-Damm

Einen kleinen Nachtrag zu Las Vegas muss ich der Korrektness halber wohl noch schreiben, damit mein Artikel nicht zu unreflektiert daherkommt… :-). Natürlich hat all die Dekadenz und Verschwendung ihren Preis im maßlosen Verbrauch der Ressourcen und ja, es ist erst recht in Zeiten des Klimawandels bedenklich. Am Stauseeufer des Hoover-Damm kann man anschaulich sehen, dass jahrelange Trockenheit zu einem deutlichen Sinken des Wasserspiegels geführt hat und ich habe immer etwas bitter gesagt, dass ich Las Vegas gerne noch einmal sehen möchte, bevor sich die Wüste die Stadt zurückholt. Wie ernst der Staudamm und seine Versorgungsfunktion für die Region jedoch genommen wird, zeigen die hohen Sicherheitsvorkehrungen, denen man sich als Besucher unterziehen muss. Es gibt aber auch (schon) einige Solarfelder in der Umgebung der Stadt. Vielleicht werden sie eines Tages den Anblick der Wüste und den ersten Eindruck von Las Vegas aus der Vogelperspektive deutlicher prägen. Fliegt man aus östlicher Richtung nach Las Vegas (was übrigens „die Wiesen“ heißt und an die Oase erinnert, die die Siedlungsgründung in der Wüste begünstigte), überquert man stundenlang endlose Canyon-und felsig-schroffe Wüsten-Landschaften. Als Mensch kommt man sich da sehr klein und sehr unbedeutend vor.