Funkelglanz

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Nach den einprägsamen Ereignissen rund um die Elections Anfang November scheint sich (die eine Hälfte) Amerika langsam vom Trump-hat-die-Wahl-gewonnen-warum-hat-das-keiner-vorausgesehen-Trauma zu erholen. Natürlich sind die Medien nach wie vor täglich voll mit den neuesten Nachrichten aus Washington und dem Trump Tower. Man diskutiert, hofft und sorgt sich oder man freut sich – je nachdem, auf welcher Seite man steht. Ich bin gespannt, wie die politischen Veränderungen sich auf unsere noch verbleibende Zeit hier auswirken werden. Die nicht mehr ganz drei Jahre kommen mir auf einmal ziemlich kurz vor… Wie die Amerikaner sind auch wir wieder zum normalen Alltag und „Business as usual“ übergegangen. Doch wenn man jetzt morgens den warmen Mantel überzieht, der Botanische Garten in Norfolk im Lichtermeer funkelt und Santa Claus in der Shopping Mall die Kinder zum Fototermin einlädt, stellt man einigermaßen überrascht (sind wir wirklich schon drei Monate hier!?) und ein wenig seufzend fest, dass es Winter wird und die „Holiday Season“ da ist. „Funkelglanz“ weiterlesen

Im Morgengrauen…

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Schlange vorm Wahlbüro am Chrysler Museum in Norfolk am 8. November 2016. Der Himmel ist bestechlich blau; Norfolk selber wurde von den Blauen, den Demokraten, gewonnen. Virginia auch, aber nur knapp.

Wir schreiben den 09. November 2016 und „Good Morning“ zu sagen, fühlt sich heute komisch an. Wir sind gestern lange aufgeblieben, um die Election Night bei CNN zu verfolgen, nach Monaten eines schmutzigen Wahlkampfes hier in den USA, endlich das Ende. Als wir irgendwann das Licht ausmachten, war die Vorahnung da, dass – wie wir und amerikanische Freunde von uns es empfinden – das Worst-Case-Szenario tatsächlich eintreten würde… Donald Trump hat die Wahl gewonnen. Ich bin müde und verfolge seit heute Morgen mehr als sonst die Tweets bei Twitter. Schock und Ernüchterung und Traurigkeit überall und mancher Galgenhumor wie dieser Beitrag hier :-)… Doch genauso viel Enthusiasmus und (Schaden?) Freude („schadenfreude“ ist übrigens ein Wort, das es im Amerikanischen auch gibt, das gibt zu denken) – man muss einsehen, dieses Land ist so tief gespalten, dass Trumps Wahlsieg möglich wurde. Vielleicht ist man gerade als Europäer beunruhigt, um das, was nun kommen mag. Eine amerikanische Freundin textete mir heute Morgen, sie glaubt, es wird sich alles ausbalancieren… Es ist wohl gut, nicht so genau über die Zukunft Bescheid zu wissen.

Soccer Mom für den Bachelor

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Auf unserer To-Do-List stehen ja noch diverse Stadionbesuche und kaum eine Bar, in der nicht auf irgendeinem Großbildschirm Baseball oder American Football läuft. Den Super Bowl einmal zu einer normalen Zeit im Fernsehen verfolgen zu können: Fantastisch! Die USA sind das Land des Sports! Schwer vorstellbar, wenn man die vielen etwas aus der Form geratenen Einwohner sieht und Restaurants und Geschäfte so angelegt sind, dass man sich möglichst gar nicht selber bewegen muss. Auch Geld kann ganz „convenient“ – bequem – vom Auto aus am Bankautomaten abgehoben werden. (Worauf ich persönlich gerne verzichte, da für mich schon das Parkschein ziehen an der Parkhauseinfahrt Horror ist! :-)) Und ein Relikt aus der Pre-Handy-Ära ist wohl die Drive-thru-Telefonzelle, die ich auf dem Tankstellenparkplatz mit nostalgischen Gefühlen betrachte…

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Telefonieren im Auto erlaubt!

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